Forschungsergebnisse
Die Parkinson-Forschung liefert laufend neue Erkenntnisse – vor allem bei der Ursachenklärung, Früherkennung, zielgerichteten Therapien und Technologiebasierten Lösungen.
Noch gibt es keine Heilung, aber viele Ansätze zur Krankheitsverlangsamung und individuellen Therapieoptimierung befinden sich in klinischer Erprobung.
MitoCatch» liefert gesunde Mitochondrien an erkrankte Zellen
15. April 2026. Funktionsstörungen der Mitochondrien liegen vielen bislang unheilbaren Krankheiten zugrunde. Dazu gehören neurodegenerative Krankheiten wie Parkinson, Degeneration des Sehnervs und bestimmte Formen von Herzinsuffizienz. Bisherige Versuche, gesunde Mitochondrien in geschädigte Zellen zu transplantieren, sind oft ineffizient. Sie können zudem nicht garantieren, dass die neuen Mitochondrien auch wirklich dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Universität Basel
Parkinson ist unheilbar – doch es gibt Hoffnung.
Weltweit konzentriert sich die Forschung darauf, die Neurodegenerative zu bremsen, statt nur die Symptome zu behandeln, mit beachtlichem Erfolg. „Es könnte aktuell nicht spannender sein. Die Forschung ist sehr nah dran an krankheitsmodifizierenden Therapien. Vor allem die Ergebnisse zu alpha-Synuklein-Antikörpern sind vielversprechend“, betont Professorin Kathrin Brockmann, erste Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen. Parkinson stoppen
Wie moderne Technologien und Künstliche Intelligenz helfen
zeigt der KI-gestützte Chatbot „jAlmes“. Der digitale Begleiter basiert auf der KI-Plattform OpenWebUI und ist mit einer kuratierten Wissensdatenbank der Stiftung verknüpft. So können Betroffene, Angehörige und Interessierte gezielt und in natürlicher Sprache Fragen zu Parkinson stellen – und erhalten verlässliche Antworten, direkt aus verifizierten Stiftungsinhalten sowie aus wissenschaftlichen Studien und Leitlinien. Der entscheidende Unterschied zu allgemeinen KI-Assistenten: Die Datenbank wird kontinuierlich von der Stiftung aktualisiert und erweitert, sodass ausschließlich geprüfte und evidenzbasierte Inhalte einfließen. „In einer Situation, in der Fragen rund um Parkinson oft dringend und sehr persönlich sind, bietet jAImes eine direkte Unterstützung. KI-Chatbot „jAlmes“ als verlässlicher Begleiter
Neue stammzellbasierte Parkinson-Therapie liefert vielversprechende Ergebnisse
Juni 2025 - Aus Stammzellen gewonnene neuronale Vorläuferzellen können aktuellen Studien zufolge, implantiert in bestimmte Hirnbereiche, zu einer klinischen Verbesserung bei Parkinson führen. Die Therapieinnovation ist insbesondere für die Patientinnen und Patienten interessant, bei denen die Wirksamkeit von L-Dopa zunehmend nachlässt. Die Frage ist nur, ob die implantierten Zellen auch in einer pathologisch veränderten Umgebung dauerhaft gesund bleiben. In den Studien war das über 18 bzw. 24 Monate der Fall. DGN One Artikel
Forscher können verschiedene Zelltypen im Gehirn und Rückenmark aktivieren
Juli 2025 - Zahlreiche Forscher haben neue Werkzeuge entwickelt, die Gene liefern und sie in Hunderten verschiedener Zelltypen im Gehirn und Rückenmark gezielt aktivieren können. Dieser Durchbruch lässt Wissenschaftler hoffen, der Entwicklung gezielter Therapien zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie ALS, Parkinson und Alzheimer näherzukommen. Artikel dazu
CDNF in einer randomisierten klinischen Studie
April 2023 - Forschende führen klinische Studien durch und starten derzeit ein neues nichtinvasives Behandlungsprogramm, bei dem es um ein innovatives Medikament gegen Parkinson geht.
Im Rahmen des Projekts wird derzeit natürliches CDNF in einer randomisierten klinischen Studie der Phase 1 bis 2 zur Erstanwendung am Menschen getestet, die an drei europäischen Universitätskliniken durchgeführt wird. Da es sich bei CDNF um ein Protein handelt, transportiert es der Körper nicht zum Gehirn, wenn es als Tablette eingenommen oder injiziert wird. Bei dieser Studie wird die Prüftherapie direkt ins Gehirn verabreicht, indem ein für Parkinson-Patienten geeignetes implantiertes Arzneimittelabgabesystem verwendet wird.
Quelle CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
Zelltherapie Bemdaneprocel
Januar 2025 - BERLIN/CAMBRIDGE (dpa-AFX) Bayer-Tochter Bluerock Therapeutics will noch im ersten Halbjahr 2025 eine zulassungsrelevante Phase-III-Studie zur Behandlung der Parkinson-Krankheit mit der starten. Die klinische Studie mit gut 100 Patienten mit moderatem Parkinson soll die Veränderung der Zeitdauer untersuchen, die Patienten ohne störende Dyskinesien verbringen können.T-Online
Medical Devices for Tremor Suppression
Current Status and Future Directions. National Library of Medicine
Ein Plan zur Bekämpfung der Parkinson-Pandemie
E. Ray Dorsey1,2, Michael S. Okun3 und Bastiaan R. Bloem4
Zusammenfassung Die Parkinson-Pandemie breitet sich weiter aus. Fast 12 Millionen Menschen leiden mittlerweile an der Krankheit, fast doppelt so viele wie noch vor sechs Jahren. Ihr menschengemachter Ursprung wird immer deutlicher, da immer mehr Studien Umweltgifte mit der Krankheit in Verbindung bringen. Zu den wichtigsten zählen bestimmte Pestizide, die in der chemischen Reinigung verwendeten Chemikalien Trichlorethylen und Perchlorethylen sowie Luftverschmutzung. Eine ätiologische Rolle dieser Giftstoffe – ob eingeatmet oder verschluckt – deckt sich auch mit den aufkommenden Modellen der Parkinson-Krankheit, die Gehirn und Körper in den Mittelpunkt stellen.
Um die Pandemie zu bekämpfen, bedarf es eines „Plans“, der (1) der Krankheit vorbeugt; (2) die Ursachen erforscht; (3) die Stimmen von Betroffenen und ihren Angehörigen stärkt; und (4) neue Behandlungsmethoden erforscht. Die Reduzierung oder Beseitigung von Schadstoffen kann dazu beitragen, ihren Anstieg zu verlangsamen. Um die Ursachen der Krankheit zu verstehen, müssen Expositionen, Wechselwirkungen der Umwelt mit Genen und modulierende Faktoren untersucht werden. Die Stimmen der Betroffenen zu stärken, kann das Bewusstsein schärfen, die Versorgung verbessern und den Krankheitsverlauf verändern.
Eine massive Ausweitung der Forschungsförderung wird die Bemühungen zur Prävention der Krankheit und zur Entwicklung wirksamerer Therapien beschleunigen. Bei erfolgreicher Umsetzung wird ein solcher Plan bis 2035 zu ambitionierten „0-10-100“-Zielen führen. Diese Ziele umfassen einen Rückgang der weltweiten Parkinson-Inzidenz um 0 %, eine Verzehnfachung der Forschungsgelder und des Anteils der Präventionsmaßnahmen sowie den Zugang aller Betroffenen zu Levodopa und die angemessene Versorgung. Die Ergebnisse werden die Grundlage für noch größere Ziele bilden, einschließlich des Rückgangs der Parkinson-Krankheit.
Zusammenfassung in einfacher Sprache: Parkinson ist eine der weltweit am schnellsten zunehmenden Hirnerkrankungen, und die meisten Fälle sind vermeidbar. Altersbereinigt hat die Prävalenz von Parkinson in den letzten dreißig Jahren um 60 % zugenommen. Chemikalien in unserer Nahrung, unserem Wasser und unserer Luft tragen zu diesem Anstieg bei. Viele dieser Stoffe werden eingeatmet (durch die Nase aufgenommen) oder über den Verdauungstrakt aufgenommen. Um der Parkinson-Pandemie zu begegnen, schlagen wir einen „PLAN“ vor, der Folgendes umfasst: (1) Prävention der Krankheit; (2) Erforschung ihrer Ursachen; (3) Stärkung der Stimmen der Betroffenen; und (4) Erforschung neuer Behandlungsmethoden. Dadurch können wir bis 2035 ambitionierte Ziele erreichen. Dazu gehören ein Rückgang der Neuerkrankungen um 0 % (altersbereinigt), eine Verzehnfachung der Forschungsmittel für Parkinson und des Anteils, der der Prävention gewidmet ist, sowie der Zugang aller Betroffenen zu Levodopa und angemessener Versorgung. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für den Rückgang der Parkinson-Krankheit.
Schlüsselwörter Parkinson-Krankheit, Epidemiologie, Umwelt, Pestizide, Trichlorethylen, Lösungsmittel, Luftverschmutzung, Patientenvertretung, Gesundheitsversorgung, Therapie Eingegangen: 24. Februar 2025; angenommen: 10. August 2025 1 Atria Health and Research Institute, New York, NY, USA 2 Center for the Brain & the Environment, Atria Research and Global Health Institute, New York, NY, USA 3 Norman Fixel Institute for Neurological Diseases, Department of Neurology, University of Florida, Gainesville, FL, USA 4 Donders Institute for Brain, Cognition and Behavior, Department of Neurology, Radboud University Medical Center, Nijmegen, Niederlande Korrespondierender Autor: Bastiaan R. Bloem, Kompetenzzentrum für Parkinson und Bewegungsstörungen, Radboud University Medical Center, Postfach 9101, Nijmegen, Gelderland, Niederlande
Korrespondierender Autor: E-Mail: bas.bloem@radboudumc.nl Creative Commons CC BY: Dieser Artikel ist unter den Bedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 Lizenz (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/) lizenziert. Diese Lizenz erlaubt die Nutzung, Vervielfältigung und Verbreitung des Werkes ohne weitere Genehmigung. Vorausgesetzt, das Originalwerk wird wie auf der SAGE- und Open-Access-Seite (https://us.sagepub.com/en-us/nam/open-access-at-sage) angegeben zitiert. Übersichtsartikel Journal of Parkinson’s Disease 2025, Band 15(8) 1322–1336 © Die Autoren 2025 Richtlinien zur Wiederverwendung von Artikeln: sagepub.com/journals-permissions DOI: 10.1177/1877718×251378115 journals.sagepub.com/home/pkn
Übersicht Forschung im Archiv vom Parkinson Journal Studien
Beiträge im Forum ☞
| NR | AUSZUG BEITRAGSTEXT | DATUM |
|---|---|---|
| 01 | Neue Studie zur Behandlung von Frühsymptomen mit Aminosäuren | 09.11.2024 |
Du möchtest im Forum weiter lesen oder du hast noch Fragen?
Dann registriere dich bitte einmalig und kostenlos auf dieser unserer Seite. Du bist schon registriert? Dann direkt zum Forum
Wichtige Hinweise!
Der Besuch unserer Webseiten ersetzt nicht die persönliche Beratung oder Behandlung durch einen Arzt, Therapeuten, Juristen oder andere entsprechend qualifizierte Fachpersonen.
ParkiPedia ist kein wissenschaftliches, medizinisches oder rechtswissenschaftliches Fachwerk. Unsere Inhalte leben vom Erfahrungsaustausch: Sie werden überwiegend von Betroffenen und Angehörigen verfasst, die ihre persönlichen Erlebnisse, Erkenntnisse und Erfahrungen mit anderen teilen möchten.
Diese Erfahrungsberichte können Mut machen, Orientierung bieten und helfen, verschiedene Sichtweisen kennenzulernen. Gleichzeitig spiegeln sie immer die persönliche Erfahrung der jeweiligen Autorin oder des jeweiligen Autors wider. Da die Verfasserinnen und Verfasser in der Regel keine medizinischen oder juristischen Fachleute sind, sollten die Inhalte stets mit einer gewissen Offenheit und kritischen Einordnung gelesen werden.
Bei gesundheitlichen, therapeutischen oder rechtlichen Fragen empfehlen wir deshalb immer, zusätzlich den Rat entsprechend qualifizierter Fachpersonen einzuholen. Nur sie können Ihre individuelle Situation fachgerecht beurteilen.
| Rechtliches Es gelten die Bestimmungen von Parkins-on-line.de | Datenschutz | Haftung | Impressum | Nutzungsbedingungen | Satzung, Wahl, Geschäftsordnung | Urheberrecht | Ausschluss |
✔cm