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Zukunft

Ich kann mir meine Zukunft und den Verlauf von Parkinson nicht aussuchen, aber ich kann entscheiden, wie ich damit umgehe.

Ich versuche mich nicht von vorn herein um morgen zu sorgen, sondern lasse die Dinge erst einmal auf mich zukommen. Keinesfalls habe ich vor, meine kostbare Zeit mit der Suche nach Schwierigkeiten und Hindernissen zu verbringen. Vielleicht sind gar keine da. Der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Ich möchte erst den heutigen Tag genießen, mit all den Glücksmomenten, Spontanität, lichterfüllten Gedanken, Genüssen, Humor und einem Lachen. Und einer Portion gesunder Gleichgültigkeit! Einfach Leben spüren!

Wer jetzt entgegen hält, dass aber der Krankheitsverlauf beschwerlicher werde und alles durch die rosarote Brille zu betrachten, nicht realistisch sei, hat natürlich vollkommen recht.

Negatives ausblenden oder ignorieren wäre blauäugig. Pessimismus sollte eher gesunde Skepsis sein.

Sicher sehe ich die Zukunft kritischer als früher, aber ich glaube an die Sonne, auch wenn sie sich manchmal hinter dicken Wolken versteckt.

Nach wie vor überwiegt der Optimismus - die richtige Balance zwischen klugem Innehalten und freudiger Zuversicht. Ich werde mir von der Angst nicht vorschreiben lassen, was ich zu tun und lassen habe.

Angst bedeutet nicht, dass Parkinson so schlimm werden wird, sondern dass ich mir ausmale, dass Schlimmes eintreffen wird. Wie schrieb einst Epikur: „Die Menschen werden nicht durch die Dinge, die passieren, beunruhigt, sondern durch die Gedanken darüber“.

Also lenke ich meine Gedanken auf das Gute. Auf alles Schöne, was das Leben ausmacht: Auf ein von der Sonne geküsstes Leben! Einfach dem Leben auf der Spur bleiben!

Am Ende wird alles gut, und wenn es nicht gut wird, ist es nicht das Ende.

Und, ich werde immer freundlich zu Parkinson sein: „Kann ich Dir sonst noch was anbieten? Mantel? Taxi?“

Canty

nicht zur Nachahmung empfohlen

Wir haben heute einen Verwandten nach vielen Jahren zufällig getroffen. Er ist 86 Jahre alt und macht körperlich sowie geistig einen sehr fitten Eindruck.

Im Gespräch erzählte er, wie es ihm so erging, und wie es im heute so geht.

Ich weiß nicht, ob er mir Parkinson angesehen hat. Ich vermute aber ja. Auf jeden Fall erwähnte er mehr so nebenbei, dass man bei ihm mit 75 Jahren Parkinson diagnostiziert hat.

Er bekam damals ein Pflaster verschrieben. Genaueres wusste er nicht mehr. Da er das nicht vertragen hat – Übelkeit, Müdigkeit etc. – hat er dies selbst nach einem Jahr abgesetzt. Die empfohlene Schonung über den Haufen geworfen und wieder mit der Feld- und Waldarbeit losgelegt.

Er hat bis heute keine Parkinson Symptome mehr.

Er machte nicht den Eindruck, dass er das nur so daher sagte. Er nimmt nach wie vor keine Medikamente für Parkinson.

Ich weiß, wie unwahrscheinlich das klingt – Fehldiagnose, Ausnahmefall.

Auf der anderen Seite hat mich der Hinweis auf die Sendung „Heil dich doch selbst“ dazu animiert (wenn auch nicht vergleichbar) über das Gespräch zu schreiben.

como August 2023


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frag Paoli